Skip to content

Umgang der Kirche mit Kindesmissbrauch

Sollten Sie einen Beitrag vermissen, bitten wir Sie uns den Artikel mit Angabe der Quelle per email zu schicken: info@meinkirchenaustritt.at

Die Reaktionen der katholischen Kirche auf die tagtäglich neu veröffentlichten Missbrauchsfälle werden hier laufend zusammengetragen, allerdings erheben die Beiträge keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Begriff und die Bedeutung “Crimen sollicitationis
Ein crimen sollicitationis ist ein sexuelles Vergehen, zu dem sich ein Priester den Umstand der sakramentalen Beichte zunutze macht. Sowohl das Vergehen als auch die Entweihung des Sakramentes führen zur Exkommunikation des Täters. Weil dieses Vergehen als besonders schwerwiegend gilt, bestand für das Opfer die Pflicht, diese Tat innerhalb von vier Wochen beim zuständigen Oberhirten (Bischof) anzuzeigen.
Geregelt wurde die Einsetzung von kirchlichen Richtern sowie der Ablauf der Untersuchung und die Zusammensetzung des kirchlichen Gerichtshofes. Die kirchlichen Strafen für einen Priester, der des crimen sollicitationis für schuldig befunden wird, reichen von der Suspendierung, dem Verlust von Würden (Degradierung) und Einkünften bis hin zur Entlassung aus dem Klerikerstand.
Dies wird von Sondervorschriften ergänzt: wenn Rückfälligkeit zu befürchten ist, muß für ständige Überwachung Sorge getragen werden. Ein Arbeitseinsatz an der gleichen oder einer ähnlichen Stelle soll verhindert werden.

Da ein crimen sollicitationis naturgemäß wiederum das Beichtgeheimnis tangiert, werden alle am Verfahren Beteiligten zu höchster Geheimhaltung verpflichtet. Dies betrifft auch den Schriftverkehr. Strafen für einen Bruch der Geheimhaltung beinhalten die Exkommunikation der Mitglieder des kirchlichen Gerichtshofes, aber nicht der Opfer und der Zeugen.

Der Dominikaner Thomas Doyle, Berater und Sachverständiger für kirchliche Missbrauchsfälle in den USA, Kanada, Irland, Israel und dem Vereinigten Königreich, sagte 2006 in einem Interview mit der britischen BBC, das Dokument sei “eine explizite schriftliche Richtlinie zur Vertuschung sexuellen Missbrauchs an Kindern durch Geistliche, um diejenigen zu strafen, die Aufmerksamkeit auf diese Verbrechen der Kirchenmänner lenken wollte”.
Quelle: wikipedia.org

Missbrauch: Neue Mitwisser-Vorwürfe an den Papst

Der Vatikan und die Münchener Diözese weisen neueste Beschuldigungen zurück. Laut jüngsten Vorwürfen soll Ratzinger schon 1996 auf konkrete Hinweise nicht reagiert haben.
Wien/London/Rom (ag./som). Eine neue Anschuldigung haben die „New York Times“ am Donnerstag gegen Papst Benedikt XVI. gerichtet: Josef Ratzinger, damals Bischof von München, soll Anfang der 80er Jahre per Aktennotiz über die Wiedereinsetzung eines pädophilen Priesters in der Seelsorge informiert worden sein. Aus dieser Notiz gehe auch hervor, dass Ratzinger am 15. Jänner 1980 eine interne Besprechung geleitet habe, bei der über die Versetzung dieses Priesters gesprochen worden sei.

Bisher hatte es geheißen, der Erzbischof habe lediglich genehmigt, dass der Priester in einem Gebäude der Diözese wohnen dürfe. Die Wiedereinsetzung in die Seelsorge sei ohne Wissen des Papstes durch den Generalvikar erfolgt. So sieht es das Erzbistum München auch weiterhin. Der Zeitungsbericht enthalte keine darüber hinausgehenden Informationen, heißt es in einer Erklärung.

„Auch dem Bericht der „New York Times“ vom Mittwoch wurde von Seiten des Vatikans widersprochen. Die Zeitung hatte über den Fall des Priesters Lawrence Murphy geschrieben, der von den 50er bis zu den 70er Jahren in einer Gehörlosenschule im US-Bundesstaat Wisconsin bis zu 200 Buben missbraucht haben soll. Joseph Ratzinger, damals Präfekt der Kongregation für Glaubenslehre, soll 1996 auf zwei Briefe des damaligen Erzbischofs von Milwaukee, der ihm die Vorfälle schilderte, nicht geantwortet haben.

Laut Angaben des Vatikan sei in diesem Fall, der in den 70er Jahren ergebnislos von einem weltlichen Gericht behandelt wurde, acht Monate nach Erhalt des Briefes ein kirchliches Verfahren eingeleitet worden. Das sei aber kurze Zeit später eingestellt worden, da der Beschuldigte bereut habe, außerdem im Sterben lag und die Delikte nach dem Kirchenrecht verjährt war. Der Papst sei kein „untätiger Beobachter“ gewesen, schrieb dazu der Erzbischof von Westminster, Vincent Nichols, in der gestrigen „Times“. Französische Bischöfe sprechen von „Verleumdungen“ und einer „Kampagne“ gegen die Person des Papstes.

Fälle auch in Italien
Indes wird auch in der italienischen Kirche eine Reihe von Missbrauchsfällen bekannt – auch hier in einer Taubstummenschule. Von den Absolventen der Schule in Verona gingen nun 67 an die Öffentlichkeit und warfen ihren einstigen Betreuern sexuellen Missbrauch und körperliche Misshandlung vor. 14 von ihnen schilderten detailliert und unter Eid, was ihnen widerfahren sei und nannten dabei 24 Geistliche und Laien im Dienst der Kirche.

In den vergangenen neun Jahren seien weltweit 300 konkrete Missbrauchsfälle entdeckt worden, für die Priester verantwortlich gemacht würden, berichtete Bischof Charles Scicluna, Ankläger des Vatikans in der Glaubenskongregation. Seitdem Johannes Paul II. im Jahre 2001 der Glaubenskongregation die Zuständigkeit für Missbrauchsfälle an Minderjährigen anvertraut hat, wurden 3000 Fälle überprüft, die sich auf die letzten 50 Jahre beziehen.

Schläge im Knabeninternat
Neue mutmaßliche Misshandlungsfälle gibt es indes auch in Deutschland: Im Windsbacher Knabeninternat in Bayern, einer Schule der Evangelischen Kirche, soll es in den 1950er- und 1960er-Jahren zu Misshandlungen und sexuellem Missbrauch gekommen sein; vereinzelte Übergriffe fanden noch 2000 bzw. 2001 statt.
(“Die Presse”, Print-Ausgabe, 27.03.2010)
Quelle: diepresse.com
Artikel download: [pdf]

Elmar Fischer: “Kann mich nicht erinnern”

Der Feldkircher Bischof wies die Vorwürfe der Gewalt zurück. Bei allen guten Vorsätzen könne ein “Hand-Ausrutschen” aber geschehen.
er Feldkircher Bischof Elmar Fischer hat am Montag die gegen ihn erhobenen Vorwürfe noch einmal persönlich zurückgewiesen. Er wurde beschuldigt, in den frühen 1960er-Jahren drei Jugendliche in einem Sommerlager mit wuchtigen Ohrfeigen zu Boden gestreckt zu haben. Um nicht “anders behandelt” zu werden als andere, beauftragte er dennoch die Ombudsstelle der Diözese Feldkirch, die Anschuldigungen zu klären. Zwar sprach sich Fischer gegen Gewalt aus, ergänzte aber auch, dass – im Einzelfall – “solche Aktionen für junge Menschen hilfreich sein können”.

“Ich kann mich weder an ein Lager in Schoppernau im Bregenzerwald erinnern, noch daran, dass ich so etwas getan habe, beim besten Willen nicht”, betonte Fischer angesichts der Vorwürfe, die ein heute als Journalist tätiger Mann in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins profil gegen ihn erhoben hat. Auch dass er die Burschen mitten in der Nacht und ohne Geld weggeschickt habe, kann sich Fischer nicht vorstellen. “Das sind Dinge, die bei mir nicht so programmiert sind”, sagte der Bischof.

In einem am Wochenende veröffentlichten Hirtenbrief des Bischofs hatte er eingestanden, in einer anderen Situation einem Jugendlichen eine Ohrfeige verpasst zu haben. Dazu stand der Bischof, der in seiner Laufbahn zwölf Jahre Internatsleiter war, auch noch. Bei allen guten Vorsätzen könne es doch geschehen, dass die Hand ausrutsche, sagte Fischer und ergänzte: “Solche Aktionen können für junge Menschen hilfreich sein”. Als Befürworter der “gesunden Watsch’n” wollte sich der Bischof aber nicht verstanden wissen – er beziehe sich mit seiner Aussage auf den von ihm geschilderten Einzelfall. Heute sei der Geohrfeigte selbst Priester und habe dazu gesagt: “Es hat mir geholfen aufzuwachen”.
Aussage gegen Aussage

Peter Rädler, Leiter der Ombudsstelle, versicherte das ernsthafte Bemühen seiner Institution, die Situation zu klären. Mittlerweile stehe Aussage gegen Aussage, nachdem sich ein Teilnehmer an dem Lager in den Vorarlberger Nachrichten öffentlich und anders geäußert habe als der Journalist im profil. Er sei für die Arbeit in der Ombudsstelle nicht an Weisungen des Bischofs gebunden, betonte Rädler. Außerdem gebe es vier weitere Mitarbeiter in der Ombudsstelle, die nicht bei der katholischen Kirche angestellt sind und – falls notwendig – die Aufklärungsarbeit vorantreiben könnten. Rädler unterstrich außerdem, dass man nach wie vor jeden Missbrauchsvorwurf sorgfältig prüfe und die Diözese auch schon Therapiekosten bezahlt habe.
Artikel vom 22.03.2010 12:13
Quelle: kurier.at
Artikel download: [pdf]

Päpstlicher Hirtenbrief von Benedikt XVI am 20.3.2010:
über Missbrauchsfälle in Irland “erschüttert”

Der Papst hat in seinem am Samstag veröffentlichten Pastoralbrief seine “Erschütterung” über die von Geistlichen zu verantwortenden Missbrauchsfälle in Irland zum Ausdruck gebracht. “Es sind viele Faktoren, die das Problem verursacht haben: eine ungenügende moralische und spirituelle Bildung in den Seminaren und in den Novizenstrukturen, eine Tendenz der Gesellschaft, den Klerus und andere Autoritätspersonen zu begünstigen, eine übertriebene Sorge um den guten Ruf der Kirche und zur Vermeidung von Skandalen, was zur verfehlten Anwendung der geltenden kanonischen Strafen geführt hat”, heißt es in einer vom Vatikan veröffentlichten Zusammenfassung des Hirtenbriefes.
Andere Länder, in denen zuletzt ebenfalls zahlreiche Missbrauchsfälle in kirchlichen Einrichtungen bekannt geworden waren, erwähnte der Papst in dem Schreiben demnach nicht explizit.

Auch in Deutschland waren die Erwartungen an das Schreiben hoch gewesen, nachdem viele Fälle sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche bekanntgeworden sind. Benedikt äußerte sich dazu jedoch nicht.

“Vor Gott verantworten”

“Nur, indem man mit Aufmerksamkeit die vielen Elemente berücksichtigt, die die Krise in Irland verursacht haben, kann man mit Genauigkeit Ursachen und effiziente Lösungen finden”, heißt es in dem Text weiter. Der Papst erkennt den “schrecklichen Verrat” an, den die Opfer der Missbrauchsfälle erlitten haben, und drückt sein Bedauern über das Leid aus, das sie erdulden mussten. Er sehe ein, dass in vielen Fällen niemand bereit gewesen sei, auf die Stimme der Opfer zu hören, die den Mut fanden, über ihre Erlebnisse zu sprechen.

In seinen Worten an Geistliche und Priester, die der Missbrauchsfälle schuldig sind, ruft der Papst sie auf, sich vor Gott und den Gerichten für die schändlichen und kriminellen Taten, die sie begangen haben, zu verantworten. Sie haben ein heiliges Vertrauen verraten und Schande über ihre Mitbrüder gebracht. Ein großer Schaden ist verübt worden, nicht nur an den Opfern, sondern auch an der öffentlichen Wahrnehmung des Priestertums und dem religiösen Leben in Irland gegenüber. Während der Papst von ihnen verlangt, dass sie sich der Justiz beugen, erinnert er sie daran, dass sie auf die Barmherzigkeit Gottes vertrauen müssen, die er freiwillig auch den größten Sündern angeboten hat, wenn sie ihre Taten bereuen und mit Demut um Verzeihung bitten”, heißt es in der Zusammenfassung des Vatikans weiter.

“Schande und Reue”

In seinem Hirtenbrief an die irische Kirche drückte der Papst zudem “im Namen der Kirche offen die Schande und die Reue aus, die wir alle fühlen”. Es werde manchmal schmerzhafte Hilfsmittel brauchen, um die Wunden zu heilen und die Kirche in Irland in einem langwierigen Prozess zu erneuern. Benedikt XVI. erklärte weiters, beim Umgang mit den Missbrauchsfällen seien “schwerwiegende Fehler” gemacht worden.

“Schwerwiegende Fehler”

“Erkennt eure Schuld öffentlich an, unterwerft euch der Rechtsprechung”, lautet die Forderung des katholischen Kirchenoberhauptes an die Priester und Ordensleute, die Kinder in Irland missbraucht haben. Sie hätten das in sie gesetzte Vertrauen verraten. Benedikt kündigte konkrete Initiativen zum Umgang mit dem Skandal in Irland an, so etwa eine apostolische Visitation in einigen Bistümern.

Die katholische Kirche in Irland war im vergangenen Jahr durch zwei Untersuchungsberichte schwer erschüttert worden, die den jahrzehntelangen tausendfachen Missbrauch von Kindern unter dem Dach der Kirche dokumentiert hatten. Der Papst hatte irische Bischöfe deshalb vor kurzem nach Rom zitiert. Der Hirtenbrief könnte bereits am Sonntag in irischen Gotteshäusern verlesen werden.

An die Opfer gerichtet: Hoffnung nicht aufgeben

Auf die Opfer bezogen, steht in dem Text: “Obwohl der Papst einsieht, wie schwierig es für die Opfer sein muss, zu verzeihen oder sich mit der Kirche zu versöhnen, ruft er sie auf, die Hoffnung nicht aufzugeben. Jesus Christus – er selber Opfer ungerechten Leidens – begreift die Tiefe ihrer Qual und deren anhaltende Auswirkungen auf ihr Leben und auf ihre Beziehungen. Trotzdem sind gerade seine Wunden, die von seinem erlösten Leid geheilt wurden, zum Mittel geworden, mit dem die Macht des Bösen vernichtet und wir zu neuem Leben und zu neuer Hoffnung erwachen können.” Der Papst rufe die Opfer auf, “in der Kirche die Chance zu suchen, Jesus Christus zu treffen und die Genesung und die Versöhnung zu finden, in der sie die unendliche Liebe wieder entdecken können, die Christus für jeden von ihnen hat”.

Die Eltern fordert Benedikt XVI. demnach auf, “neuen Generationen die moralischen Prinzipien beizubringen, die für eine zivilisierte Gesellschaft ausschlaggebend sind. Der Papst ruft Kinder und Jugendliche auf, in der Kirche eine Möglichkeit für ein belebendes Treffen mit Christus zu finden und sich nicht von den Mängeln einiger Geistlicher und Priester bremsen zu lassen. Er schaut auf den Beitrag der Jugendlichen für die Erneuerung der Kirche. Er fordert auch Priester und Geistliche auf, nicht den Mut zu verlieren, sondern im Gegenteil ihr Engagement für ihre Mission zu erneuern”, so der Text.

“Einmaliger Brief”

Der Papst habe bisher noch nie einen Text wie den am Samstag veröffentlichten Pastoralbrief zu den Missbrauchsfällen in Irland geschrieben. Dies betonte der vatikanische Pressesprecher, Pater Federico Lombardi, bei der Pressekonferenz zur Präsentation des Hirtenbriefs am Samstag im Vatikan. “Einen derartigen Brief des Papstes hat es bisher noch nicht gegeben, er ist eine Antwort auf die Missbrauchsfälle, die nicht unterschätzt werden sollen”, so Lombardi. Der Hirtenbrief sei “eine Etappe auf einem Weg”, damit wolle der Papst nicht alle Probleme beseitigen, die mit den Missbrauchsfällen verbunden seien.

“Kultur des Schweigens und des Versteckens”

Wer die Geschichte und die Arbeit des Papstes kenne, wisse, dass er seit jeher eine Führungsposition bei der Suche nach Klarheit und Kohärenz innegehabt habe und stets gegen Schweigen oder Verstecken bei Missbrauchsfällen gewesen sei, so Lombardi. “Benedikt XVI. war stets an der Spitze bei der Überwindung der vergangenen Kultur des Schweigens und des Versteckens”, betonte er. In dem Brief wolle man nicht anderen die Verantwortung für die Missbrauchsfälle in die Schuhe schieben. “Der Papst sucht keine Entschuldigungen”, so Lombardi.

Auf die Frage einiger Journalisten, warum der Papst im Hirtenbrief nicht die Missbrauchsfälle in Deutschland erwähnt habe, antwortete Lombardi, der Heilige Vater habe sich in seinem Schreiben ausschließlich auf die Lage in Irland konzentrieren wollen. Sollte er es für notwendig halten, so werde sich der Papst auch mit den Problemen in Deutschland befassen. “Die Situation ist von Land zu Land sehr unterschiedlich, und für jede Kirche muss die Lage auf spezifische und tiefgründige Weise in Angriff genommen werden.”

Der Vatikan wies kurz darauf noch einmal die Kritik zurück, dass Benedikt XVI. nicht auf die Missbrauchsfälle in Deutschland eingegangen ist. Vatikan-Sprecher Federico Lombardi sagte, der Papst werde “einen angemessenen Weg finden, um auch auf die deutsche Situation Bezug zu nehmen”.

“Neuanfang” versus “Erst der Anfang”

Die irischen Kirchenoberhäupter sehen im Hirtenbrief des Papstes einen Neuanfang – vielen Opfern allerdings geht er nicht weit genug. Statt nur die Vergangenheit zu verurteilen, hätte Papst Benedikt XVI. mehr auf Konsequenzen und die Zukunft eingehen müssen, war am Samstag von irischen Opferverbänden zu hören. Der Papst hätte konkreter sagen sollen, wie es nun weitergeht, forderte etwa die ehemalige Lehrerin Michelle Marken laut dem Sender BBC. Statt den Besuch von hohen Vatikan-Vertretern anzukündigen, müsse er selbst nach Irland kommen und die Aufdeckung der Straftaten vorantreiben.

Die Worte des Papstes seien mehr ein Gebet als eine echte Erlösung, sagte BBC-Experte David Willey. Die Menschen in der Welt dürften außerdem enttäuscht sein, dass er sich nicht auch an andere Länder gewandt habe. Stimmen wurden laut, in dem Brief werde zu wenig die Mitschuld des Vatikans anerkannt.

“Lasset und beten”

Kleriker hingegen begrüßten die Worte des Papstes – auch, wenn diese sich teilweise gegen ihr eigenes Verhalten richteten. Der Brief sei ein zentraler Schritt auf dem Weg zu einer Erneuerung der Kirche, sagte das Oberhaupt der irischen katholischen Kirche, Kardinal Sean Brady, am Samstag in einer Messe im nordirischen Armagh. Er selber wird kritisiert, weil er in den 1970er Jahren dabei gewesen sein soll, als zwei missbrauchte Kinder ein Schweigegelübde ablegen mussten. Immer wieder wird deshalb sein Rücktritt gefordert. Er hat angekündigt, darüber nachdenken zu wollen.

“Lasst uns beten, dass dies jetzt der Beginn einer großen Zeit der Wiedergeburt der irischen Kirche wird”, sagte Brady. “Niemand geht davon aus, dass die derzeitige, schmerzhafte Situation schnell gelöst werden kann. Doch mit Beharrlichkeit, Gebeten und gemeinsamer Arbeit können wir nach Ansicht des Heiligen Vaters zuversichtlich sein, dass die katholische Kirche in Irland eine Zeit der Wiedergeburt und spirituellen Erneuerung erleben kann.”

Der zweitwichtigste Mann der irischen Kirche, der Dubliner Erzbischof Diarmuid Martin, betonte hingegen die Rolle der Kirche bei den Straftaten: “Der Papst erkennt das Versagen der kirchlichen Autoritäten in der Art und Weise, wie sie mit den schändlichen und kriminellen Taten umgegangen sind, an.”

Quelle: derstandard.at

Salzburger Erzbischof Kothgasser hat Verständnis für Kirchenaustritte

Nach Kardinal Christoph Schönborn spricht sich nun auch der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser für eine Diskussion über den Zölibat aus. “Die Zeiten und die Gesellschaft haben sich verändert. Und deswegen wird die Kirche überlegen müssen, wie sie diese Lebensform weiterpflegen kann, oder was sie verändern muss”, sagte Kothgasser am Donnerstagabend in der ORF-Sendung “Salzburg heute”. Er schäme sich sehr für die katholische Kirche, besonders wegen des vielen Leids, das Priester durch sexuellen Missbrauch jungen Menschen angetan hätten.
Der Erzbischof bedauerte auch, dass die Kirche in der Vergangenheit Fehler bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen begangen habe, “das müssen wir leider Gottes sagen. Es wird nur schwer zu überwinden sein. Darum brauchen wir ein ganz neues Bemühen um mehr Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit. Diese stünden uns vom Evangelium her gut an.” Nach dem Bekanntwerden des Falles Groer habe man aber schon versucht, Dinge aufzuklären und ihnen auf den Grund zu gehen: “Es ist aber noch nicht die nötige Offenheit da. Es gibt noch immer eine gewisse Scheu, die aber unbedingt überwunden werden muss, wenn wir unsere Glaubwürdigkeit nicht verlieren wollen.”

Verständnis für Kirchenaustritte

Kothgasser zeigte auch gewisses Verständnis, dass nach den jüngsten Vorfällen Menschen aus der Kirche austreten. “Viele Gläubige sind motiviert, ein wirklich christliches Leben zu führen. Wenn sie dann solche Beispiele sehen, wo gerade das Gegenteil geschieht, da wird es in der Kirche ein starkes Bemühen geben müssen, um mehr Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit zu leben.”

Der Erzbischof antwortete auch auf die persönliche Frage, wie ist es ihm als Priester in seinem Leben mit der Sexualität gegangen sei. Er habe wie seine Studienkollegen eine sehr gute Ausbildung diesbezüglich gehabt, sagte Kothgasser: “Auch wegen eines möglicherweise zu engen Kontaktes mit Jugendlichen. Als Salesianer von Don Bosco sind wir Erzieher. Und wir wurden immer wieder darauf hingewiesen, dass Kinder und Jugendliche nicht angerührt werden dürfen; was ja auch in der Bibel steht. Dass ab und zu die Sehnsucht auftaucht, eine Familie zu haben, das ist wohl klar – auch wenn man ab und zu schönen Menschen begegnet, dann erwacht sicher etwas, was zu uns Menschen gehört. Das ist doch ganz natürlich.” Man müsse sich dann halt stets überlegen, wofür man sich entschieden habe.

Geheimplan: Vatikan für Abschaffung von Zölibat

Auch im Vatikan wird insgeheim über die Möglichkeit einer Abschaffung des Zölibats für Priester und Ordensleute diskutiert. Nach Angaben der römischen Tageszeitung “La Repubblica” (Freitag-Ausgabe) überlegt der Vatikan in einer weiten Zukunft, die in Jahrzehnte gemessen wird, die Zölibatspflicht abzuschaffen. Den streng geheimen Auftrag, über einen Weg dahin nachzudenken, sei einigen hochrangigen Vertretern der Kleruskongregation unter der Leitung von Kardinal Claudio Hummes anvertraut worden.

Laut anonymen Quellen der Tageszeitung könnte es in den nächsten 50 Jahren tatsächlich zu einer Abschaffung der Zölibatspflicht kommen. “Der Heilige Stuhl hat begonnen, sich über etwas Gedanken zu machen, was sich als wahre Revolution erweisen und die Katholiken den Protestanten annähern könnte, deren Geistlichen Familien haben können. (…) Der Samen scheint gesät worden zu sein”, schrieb “La Repubblica”.

“Zölibat kein Dogma”

Das römische Blatt betonte, dass Hummes bei seiner Ankunft in Rom im Jahr 2006 behauptet hatte, dass “das Zölibat kein Dogma” sei. Seitdem habe er jedoch nicht mehr auf das Thema zurückgegriffen. Bei einem Seminar am Donnerstag erklärte Hummes in Rom, dass der Zölibat ein “Geschenk Gottes” sei, das begriffen werden müsse.

Da der Zölibat rein kirchlichen Rechts ist, könnte er theoretisch aufgehoben werden. Jedoch ist die römisch-katholische Kirche theologisch wie geschichtlich auf ihn festgelegt. Seit dem 19. Jahrhundert wird verstärkt Kritik am Zölibat laut. Mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) lebte auch die innerkirchliche Diskussion um die Zölibats-Problematik auf. Seit diesem Konzil ist auch die Diakonen-Weihe für verheiratete Männer möglich.
Quelle: derstandard.at

Ombudsstelle: Nach dem Wiener Vorbild sollen Juristen und Psychologen Ansprechpartner sein.

Angesichts sich haufender Berichte uber sexuellen Missbrauch Jugendlicher durch Priester und Ordensleute hat die Bischofskonferenz eine Projektgruppe eingesetzt, die bis Juni konkrete Vorschlage erarbeiten soll. Ein Ergebnis ist bereits absehbar: Die Ombudsstellen fur Opfer von sexuellen Ubergriffen sollen kunftig nicht mehr mit Priestern besetzt werden, um ihre Unabhangigkeit zu starken. Als Vorbild gilt laut des Sprechers der Bischofskonferenz, Paul Wuthe, die mit Psychologen und Juristen besetzte Wiener Ombudsstelle.
„Das wird sicherlich standardisiert und angeglichen werden“, sagte Wuthe am Sonntag. Daruber hinaus wolle er der vom Wiener Generalvikar Franz Schuster geleiteten Expertengruppe jedoch nicht vorgreifen. Aktuell arbeitet man laut Wuthe aber an einer Vernetzung der Ombudsstellen in den Bundeslandern – auch, um einen Uberblick uber die aktuelle Entwicklung zu bekommen. Derzeit kann die Bischofskonferenz namlich nicht sagen, wie viele Missbrauchsvorwurfe nun gepruft werden, „weil sich taglich neue Opfer melden, die Zahlen sind taglich steigend“, betont Wuthe.

Lob fur das Krisenmanagement der Kirche kommt indessen von Bundesprasident Heinz Fischer. Er bezeichnet die jungste eindeutige Erklarung von Kardinal Christoph Schonborn (er hat die offene Aufklarung der Missbrauchsfalle angekundigt, Anm.) als „sehr eindrucksvoll“. Schonborn habe gezeigt, „dass er dieses Problem mit jeder Faser seines Herzens ernst nimmt“.

Nach einem „Presse“-Bericht am Freitag uber sexuellen Missbrauch im Stiftsinternat in Wilhering (Bezirk Linz-Land) sind dort weitere Falle aufgetaucht. Wie der Abt des Klosters, Gottfried Hemmelmayr, berichtete, hatten sich mehrere Betroffene von Missbrauch oder Gewalt gemeldet. Er bat die Opfer, sich beim Stift zu melden, damit die traumatischen Erlebnisse aufgearbeitet werden.
Quelle: bishop-accountability.org/

Eisenstädter Bischof will “rasch und konsequent” handeln

Der Eisenstädter Bischof Paul Iby hat am Dienstagabend in der ORF Sendung “Burgenland heute” zu dem jüngst bekannt gewordenen Missbrauchsfall eines Kapuzinerpaters Stellung genommen. Iby räumte laut Kathpress ein, dass hier in der Vergangenheit Fehler gemacht wurden, wofür er sich entschuldigen wolle. Zugleich kündigte der Eisenstädter Diözesanbischof nun aber rasches und konsequentes Handeln an.
Der betreffende Geistliche soll nach einem Bericht der Wochenzeitung “Der Falter” in den späten 1970er und 1980er Jahren als Pfarrer in der Oststeiermark bis zu zwanzig Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts sexuell missbraucht oder belästigt haben. Seit über 20 Jahren ist er nun im Burgenland als Pfarrer tätig. Der Beschuldigte hat die mittlerweile verjährten Vorfälle bestätigt.

Bischof Iby räumte ein, dass er zwar vor etwa 12 Jahren mit den Vorfällen konfrontiert worden sei, damals aber über das ungeheure Ausmaß nicht Bescheid gewusst habe. Deshalb habe er sich für eine kurze Psychotherapie für den Betroffenen entschieden. Aus heutiger Sicht hätte er ganz anders gehandelt und den Priester sofort von allen Dienst freigestellt. Jetzt würden auch rasch Konsequenzen gezogen und die dafür zuständige diözesane Kommission sei auch bereits aktiv, so Bischof Iby.

Er verwies auch auf die jüngste Erklärung der österreichischen Bischöfe, wonach die Bischöfe den Opfern ihre volle Unterstützung zusagen und zugleich die Täter in die Pflicht nehmen, sich ihren Taten zu stellen. Er bezweifle sehr, so der Bischof weiter, dass der nun betroffene Geistliche in seiner burgenländischen Pfarre bleiben werde.

Stimmen, wonach etwa der Zölibat ein Hauptgrund für die vielen Missbrauchsfälle unter Priestern sei, wollte Iby so nicht gelten lassen. Die zölibatäre Lebensform verlange von jenen, die sich dazu verpflichten, “sehr viel ab”, zugleich habe diese Lebensform aber auch “wirklich gute Seiten”, so der Bischof
Quelle: derstandard.at

Top Catholic exorcist: Pedophiles tempted by Satan, not possessed

Nach Aussagen eines Priesters, der auf Exorzismus spezialisiert ist,  sind die Pädophilen nicht vom Satan besessen, sondern nur in Versuchung gebracht worden.
Hier der Artikel in english:
Rome, Italy (CNN)  — “The devil tempts everyone — people in politics, in economics, in sport. And naturally, he tempts, above all, the religious leaders, so you shouldn’t be surprised if the devil tempts those in the Vatican. That’s his job.”
Father Gabriele Amorth isn’t speaking metaphorically when he says that. The 85-year-old priest means people can be tempted and literally possessed by Satan.
“It’s not my opinion: I’m saying that if you believe in the Gospels, you believe in the existence of the devil, in the devil’s power to possess people,” he said in an interview with CNN.
The faithful believe “that there are people possessed by the devil, and … in the power of exorcism to liberate from the devil,” he said.

And as the chief exorcist of the Roman Catholic Church, it’s his job to expel the devil when someone is possessed. Amorth, the founder of the International Association of Exorcists, has performed more than 70,000 exorcisms in his career, he estimates.

But there is a difference between possession — where the devil takes hold of someone’s body and actions — and temptation, where Satan lures a person into doing evil, he said.

As a child abuse scandal sweeps across Europe, with accusations being made against priests in Ireland, Germany, Austria and the Netherlands, Amorth said the pedophiles are tempted, not possessed.

He has never done an exorcism on a child molester, he said.

“I have carried out exorcisms on some priests who had been molested by the devil,” he said, without going into details.

“But cases of pedophilia exorcised, no. … Pedophiles are not possessed by the devil, they are tempted by the devil,” he said.

“They don’t need exorcism, they need to be converted, to be converted to God, that’s what they need. They need to confess, they need true penitence, true repentance, that’s what they need. They’re not possessed.”

But no one is too strong a believer to be possessed, said Amorth, who is employed by the Roman diocese.

“Nothing occurs without the permission of God, and he allows even holy people, even saints, to be possessed by the devil,” he said.

But, he added, he sees no evil in the Vatican today: “I just see good people in the Vatican. People of prayer, holy people, I don’t see any evil.”

Quelle: edition.cnn.com

Vatican unleashes exorcist for campaign of crazy

Rome responds to sex abuse scandals by letting its official Satan fighter speak. Turns out it’s Satan’s fault
When you’re one of the most powerful institutions in the world and you’ve got an escalating series of sex abuse scandals erupting in such far-flung locales as Ireland,  Germany, Brazil and beyond on a near daily basis, how do you even begin to do damage control? If you’re the Catholic Church, maybe you say you’re going to investigate. You issue a few letters. And then just to cover all your bases, you do a little Satan blaming. In a bold and arguably wack move, the Vatican’s normally press-shy exorcist Don Gabriele Amorth has been granting interviews left and right lately, and they are a treasure trove of WTF moments.
You say you hadn’t been aware the Vatican even had an official exorcist? Thought that stuff was just for Linda Blair movies? That’s likely because, prior to last week, the Vatican had permitted its exorcist to grant one interview in the entire last century. Now, suddenly he’s doing the rounds like he’s got a new rom-com with Gerard Butler opening Friday.
Speaking to La Republica last week, Amorth, who in fact does have a new book, “Memoirs of an Exorcist,” to shill, said, “When one speaks of ‘the smoke of Satan’ in the holy rooms, it is all true – including these latest stories of violence and pedophilia.” A few days later, he told the UK Times, “All evil is due to the intervention of the Devil, including pedophilia.” He also added that contemporary culture has “given in to the Evil One. You see it in the lack of faith, the empty churches, the collapse of the family. Compare the world of today to when I was a boy in Modena: families and parish communities were strong, women did not go out to work.”

I don’t want to read too much into it here, but did the honorary president of the International Association of Exorcists actually just sort of suggest that if some priest in Rio is sodomizing his altar boys, it might be my fault because I have a job? Cripes, you eat one lousy piece of fruit from the tree of knowledge and you get blamed for everything.

But he didn’t stop there. Amorth then took his world publicity tour to the big time – granting an on camera interview Tuesday on CNN, he helpfully explained that pedophiles are “not possessed by the devil, they’re tempted by the devil. They don’t need exorcism; they need to be converted to God. They need to confess, they need true penance, true repentance.”

I’m someone who self-identifies as a Catholic, who believes we shouldn’t judge Christianity by its most evil elements any more than we would do likewise for any political, social or educational system we hold dear. My Catholic upbringing taught me kindness, forgiveness and non-materialism. I believe I can be outraged by the crimes of individuals – and their perpetuation by an institution looking out for its own best interests – and still find worth in a spiritual philosophy that would never tolerate that BS for one minute. All of which is my way of saying – I’m no Church basher, and I’m quite confident Don Gabriele Amorth is NUTS.

At least Amorth didn’t completely insult the planet by suggesting that pedophila can be waved away with a little holy water and some incantations, any more than it can by transferring the offender to another parish. You likewise won’t find too many people who’d disagree that confession and repentance are long, long overdue here. But that’s just for starters. Until the Vatican gets it through its thick skull that sexual abuse isn’t a sin but a crime, isn’t a moral weakness but a dangerous pathology, it’s going to continue putting up with predators within its ranks, thinking they can say they’re sorry and make it all go away. It will go on holding the devil responsible for its own worst acts. And it will continue condemning its youngest and most vulnerable members to hell on earth.
Quelle:  www.salon.com

Kirche überlegt Fonds für die Opfer

Eine Projektgruppe zum Thema Missbrauch nahm bereits ihre Arbeit auf. Die Anweisungen des Papstes sollen einfließen.
Die von der Österreichischen Bischofskonferenz eingesetzte Projektgruppe zum Thema Missbrauch in der Kirche hat ihre Arbeit aufgenommen. Unter der Leitung des Wiener Generalvikars Franz Schuster beraten Experten über ein Gesamtkonzept zum Umgang mit derartigen Fällen. Zudem soll es konkrete Überlegungen zur Einführung eines Opferfonds geben, berichtet der Standard.

Die Projektgruppe wurde auf Initiative der Bischofskonferenz eingerichtet. Bis zur Sommervollversammlung in Mariazell sollen Modelle zum Umgang mit Missbrauchsfällen in den diözesanen Ombudsstellen erarbeitet werden. Als Vorbild für das bundesweite Gesamtkonzept dient dabei die Einrichtung in der Erzdiözese Wien. Eingebunden sollen bei dieser Vernetzung auch die österreichischen Orden werden. Auch die Anweisungen, die Papst Benedikt XVI. in seinem Brief an die Katholiken in Irland formuliert hat, sollen in die Arbeit einfließen, berichtete die Kathpress.
Prävention

Vier Untergruppen der Projektgruppe beschäftigen sich mit rechtlichen Aspekten, dem Umgang der Verantwortlichen im Anlassfall, mit der Koordination der Ombudsstellen und mit der Prävention. Eine vordringliche Aufgabe ist auch die Erarbeitung einheitlicher Standards für die anonymisierte statistische Erfassung von Verdachts-und Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich.

Quelle: kurier.at
Artikel download [pdf]